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Verhandlungsverfahren § 17 VgV

Beim Verhandlungsverfahren handelt es sich um eine Vergabe mit oder ohne vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb auf der Basis europarechtlicher respektive nationaler Grundlagen.

Die Vergaberechtsreform 2016 hat das Verhandlungsverfahren erheblich verändert. Die Anforderungen an das Verhandlungsverfahren im regelnden § 17 VgV umfasst nun 14 Absätze, sowie zusätzlich in der § 3b EU Abs. 3 VOB/A noch 10 Unterpunkte.

Die Verfahrensdauer mit Teilnahmewettbewerb liegt im Minimum mit der „ersten Angebotsrunde“ bei ca. 80 Kalendertagen.

Zu beachten ist jedoch, dass sich der öffentliche Auftraggeber die Möglichkeit der Vergabe auf erste Angebote in der Bekanntmachung oder der Aufforderung zur Interessensbestätigung vorbehalten muss (vgl. § 17 Abs. 11 VgV).

Anders als das Verfahren mit Teilnahmewettbewerb beginnt das Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach § 17 VgV unmittelbar mit Aufforderung zur Abgabe von Erstangeboten an vom öffentlichen Auftraggeber ausgewählte Unternehmen.