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Bindefrist

Die Bindefrist bestimmt den Zeitraum, in dem ein Angebot zivilrechtlich verbindlich gilt. Ein Bieter kann nach Ablauf der Angebotsfrist in dieser Bindefrist sein Angebot nicht zurückziehen oder ändern.

Die Bindefrist muss unter Berücksichtigung der erforderlichen Dauer der Prüfung und Wertung der Angebote angemessen sein. Dennoch sollten Bieter schnell Klarheit über die mit ihrer Angebotsabgabe eingegangene Bindung ihrer Kapazitäten erhalten. Allen Bewerbern und Bietern sind gleiche Fristen zu setzen. Die Bindefristen können unter Einholung des Einverständnisses der Bieter verlängert werden.

Bei EU-weiten Bauvergaben im offenen oder nicht offenen Verfahren darf die Bindefrist im Standard nicht mehr als 60 Kalendertage betragen (§ 10a EU Abs. 8 VOB/A).

Bei Bauvergaben unterhalb der Schwellenwerte gilt eine Maximale Bindefrist von 30 Kalendertagen (VOB/A § 10 Abs.4 ).

Die UVgO formuliert unter § 13 keine klaren Standardfristen, sonderen lediglich eine angemessene Fristsetzung. So legt der Auftraggeber angemessene Fristen für die Geltung der Angebote als Bindefrist fest.

Dabei sind eben bei der Festlegung der Bindefristen die Komplexität der Leistung, die beizubringenden Erklärungen und Nachweise und Unterlagen, die Zeit für die Auswertung der Teilnahmeanträge und Angebote, die gewählten Kommunikationsmittel angemessen zu berücksichtigen.

Siehe auch:

Grüner Ordner mit Bindefrist