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aumass auf der Veranstaltung des forum Vergabe: Digitale Vergabe – eVergabe 15. Dezember 2016

Neuerungen zum Abschnitt 1 VOB/A 2016

Im Abschnitt 1 VOB/A 2016 soll nun der Auftraggeber im Unterschwellenbereich selbst entscheiden welche Kommunikationsmittel er in welchem Vergabeverfahren einsetzt (§§11 ff. VOB/A). Bisher musste der Auftraggeber schriftliche Angebote immer zulassen (§13 VOB/A) und konnte damit nicht vollständig auf die E-Vergabe umstellen, dies ändert sich nun.

Vergabestellen sind teilweise noch nicht auf eine durchgehende elektronische Kommunikation und Vergabe eingerichtet. Um den Übergang dazu möglichst einfach zu gestalten, wurde bewusst auf den Grundsatz der elektronischen Kommunikation verzichtet.

Ab dem 18. Oktober 2018 jedoch wird die E-Vergabe im Oberschwellenbereich spätestens verpflichtend.

Für die nationalen und beschränkten/ freihändigen Vergaben im Unterschwellenbereich soll sich der Auftraggeber bereits jetzt entscheiden, in welcher Form die Angebote eingereicht werden sollen.

So ist heute die rein elektronische und insbesondere auch die optional elektronische Angebotsannahme – auch vereinfacht nach § 126 (b) BGB – möglich.

Als Durchführungsempfehlung zur Einführung der elektronischen Vergabe wird die sogenannte optional elektronische Angebotsannahme als hilfreich angesehen, um Erfahrungen sowohl als Bieter als auch als Auftraggeber zu sammeln.

Wenn sich der Auftraggeber für die rein elektronische Vergabe entscheidet, führt er einen Öffnungstermin nach dem Vorbild von §14 EU VOB/A durch. Die klassische „Submission“ gehört damit der Vergangenheit an. Im Anschluss werden dem Bieter die wichtigsten Informationen des Öffnungstermins sofort nach Durchführung automatisch elektronisch mitgeteilt (vgl. die §§14, 14a VOB/A).

Quelle: aumass e Vergabe, C. Vockerodt (Stand: 30.11.2016)