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GWB Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung

Das GWB soll auf den sich dynamisch entwickelnden Märkten den Schutz vor Missbrauch sichern. Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung ( kurz GWB) dient dem Ziel, funktionierenden und vielgestaltigen Wettbewerb möglichst ungehinderten zu ermöglichen. Das GWB soll vor allem vor Akkumulation, Kartellierung und damit den Missbrauch von Marktmacht begrenzen. Zentrales Ziel sind eben freie und offene Märkte, und damit die Verhinderung der Koordination und Begrenzung des Wettbewerbsverhaltens.

Nicht zu verwechseln ist das GWB mit dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Das UWG – kann als Schwesterliches Gesetz verstanden werden und soll vor allem die Sittlichkeit, Lauterkeit und Fairness des Wettbewerbs sicherstellen.

Siehe auch:

aumass Vergaberecht:

Grüner Ordner mit Gesetz gegen Wettbewerbsbeschraenkung

Mit der 9. GWB-Novelle im Jahr 2016 soll eine wirksame Fusionskontrolle und der Schutz vor Missbrauch der Marktmacht sichergestellt werden. Die Novelle beinhaltete die Erweiterung von Handlungsspielräumen für Presseunternehmen. Mit dieser Novelle des GWB wurde die Richtlinie 2014/104/ EU umgesetzt. Die Novelle des GWB sollte dazu beitragen, dass Unternehmen und Verbraucher Schadensersatzansprüche effektiver durchsetzen können (Stärkung der privaten Kartellrechtsdurchsetzung), wenn sie durch einen Kartellverstoß geschädigt wurden. Mit der Novelle sollte gleichzeitig eine Anpassung des GWB an die zunehmende Digitalisierung der Märkte erfolgen (Funktionierender Wettbewerb im digitalen Zeitalter). Auch sollten Rechtslücken bei der Rechtsnachfolge geschlossen werden, es sollte verhindert werden, dass sich Unternehmen Bußgeldern im Rahmen des europäischen und nationalen Kartellrechts entziehen können.