Plattform für Ausschreibung und eVergabe

eVergabe für Bieter Einleitende Informationen

Hier finden Sie einige grundsätzliche Informationen zur eVergabe für Bieter. Mehr und detailliertere Aspekte rund um die eVergabe, wie beispielsweise elektronische Angebotsabgabe und FAQ, finden Sie unter Informationen.

Was ist eVergabe?

eVergabe steht für die Umstellung des Vergabewesens vom Medium Papier auf elektronische Medien. So werden schon heute Ausschreibungen in der eVergabe nicht mehr ausschließlich in Zeitungen abgedruckt, sondern auf elektronischen Plattformen im Internet veröffentlicht. Der Gesetzgeber fordert, dass Sie als Bieter zu den öffentlichen Ausschreibungen gebührenfrei, direkt und uneingeschränkt Zugang erhalten.
Auch die Bereitstellung der Vergabeunterlagen, die Kommunikation mit den Vergabestellen und die Dokumentation erfolgt bei der eVergabe elektronisch im Computer.

Wie funktioniert eVergabe?

Bei der eVergabe arbeiten die Vergabestellen und die Bieter über eine elektronische Vergabeplattform zusammen. Die eVergabe-Plattform ist der Marktplatz für Bauleistungen, Dienstleistungen und Beschaffung.
Die Vergabestellen veröffentlichen Ihre Ausschreibungen auf der Plattform. Die Bieter können dort die Ausschreibungen einsehen und die Vergabeunterlagen herunterladen. Auch die Kommunikation und Fristenkontrolle sowie nachträgliche Informationen zu den Ausschreibungen erfolgen allesamt elektronisch über die Plattform.
Heute ist es häufig noch möglich die Angebote an die Vergabestellen auf dem klassischen Weg über den Versand per Post abzugeben. In der Zukunft wird sich das ändern. Voraussichtlich ab 2020 fortfolgende wird auch die Angebotsabgabe nur noch auf elektronischem Weg möglich sein. Die einzelnen Vergabestellen können sich aber auch bereits früher dazu entscheiden, nur noch elektronische Angebote zu akzeptieren.

Ist eine Registrierung erforderlich?

Für das Suchen der Ausschreibungen und das Herunterladen der Vergabeunterlagen ist eine Registrierung nicht erforderlich. Für die Kommunikation mit den Vergabestellen, gezielte nachträgliche Informationen sowie die elektronische Angebotsabgabe ist eine Registrierung erforderlich.
Wenn Sie auf der aumass Vergabeplattform registriert sind, können sie darüber hinaus die Mehrwerte der eVergabe-Plattform nutzen. Diese sind zum Beispiel einfachere Kommunikation, einfachere Angebotsabgabe, E-Sekreteriat, automatische Dokumentation und eine übersichtliche Verwaltung aller Vorgänge.

Beschränkte Ausschreibungen und freihändige Vergaben?

Wie bisher auch, kann Ihre Firma von Auftraggebern bei beschränkten Ausschreibungen und freihändigen Vergaben berücksichtigt werden. Die Vergabestellen können Sie über die eVergabe-Plattform zu den Verfahren einladen. Hierzu muss die Vergabestelle Ihr Unternehmen wie bisher auch aus einer Bieterliste auswählen und Sie zu einem beschränkten Verfahren einladen. Die Einladung erfolgt über eine Benachrichtigung in Ihrem persönlichen Verwaltungsbereich auf der Vergabe-Plattform und parallel per E-Mail.
In einem nur für den beschränkten Bieterkreis zugänglichen Bereich auf der Plattform können Sie die Ausschreibung einsehen und die Vergabeunterlagen herunterladen. Auch die Kommunikation und Dokumentation des Verfahrens erfolgt über die eVergabe Plattform.

Bietet eVergabe Vorteile?

eVergabe bietet den Unternehmen viele Vorteile. Neben einer größeren Marktransparenz erhalten Sie eine bessere Übersicht über alle Ihre Vorgänge. Durch sinnvolle Funktionen der eVergabe-Plattform wird sich Ihr Arbeitsaufwand für Recherchen, Kommunikation und die Angebotsabgabe erheblich reduzieren.
Detailliertere Informationen zu allen Aspekten der eVergabe finden Sie auf der Webseite unter Informationen.

Wie ist eVergabe rechtskonform?

Die Vorgaben zur eVergabe sind unter anderem geregelt in den §11 VgV und §41 VgV sowie Artikel 22 Richtlinie 2014/24/EU. Das bedeutet im Wesentlichen, dass die Vergabeverfahren der öffentlichen und öffentlich geförderten Institutionen über eine elektronische Vergabeplattform durchgeführt werden müssen. Der eVergabeprozess muss dabei den Grundsätzen „unentgeltlich, uneingeschränkt, nicht diskriminierend, allgemein verfügbar“ etc. folgen.
Das bedeutet für Sie als Bieter, dass Ihnen Ausschreibungen und Vergabeunterlagen kostenlos und uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden müssen. Dies muss direkt, also ohne einen Registrierungszwang, für Sie möglich sein. Dabei dürfen weder der Zugang noch die Unterlagen diskriminierend sein. Diskriminierend wären beispielsweise eine spezielle Bietersoftware oder exotische Dateiformate und Programme.
Sie als Bieter agieren im Sinne des Gesetzgebers, sofern Sie sich für eine rechtskonforme eVergabe-Plattform entscheiden und deren Funktionalitäten korrekt nutzen. Für die Vergabestellen und die Plattformbetreiber gelten viele weitere Vorschriften, die Sie als Bieter vor Risiken schützen.