Plattform für Ausschreibung und eVergabe

FAQ Antworten auf Ihre Fragen

Die häufigsten Fragen zu eVergabe und Ausschreibungen haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst. Sollte Ihre Frage nicht beantworten werden, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Grundsätze der Vergabe (-Ordnungen) und deren Entwicklung

Was regelt der Entwurf der Unterschwellenvergabeordnung?

Ab 31.08.2016 liegt die „UVgO“ die Unterschwellenvergabeordnung im Entwurf vor.

Ziel ist es die gesamte Unterschwellenvergabe in Liefer- und Dienstleistungen in den Transparenten Wettbewerb zu stellen, und dies im Rahmen der elektronischen Mittel und IKT- Medien durchzuführen.

Wann diese Vergabeordnung in Kraft tritt ist noch offen.

Stand 11/ 2016

VOB/ A Abschnitt 1 und EU

Der Abschnitt 1 der VOB/A regelt die sogenannten nationalen Bauvergaben und hat damit den weitaus größten Anwendungsbereich. Die Verpflichtung zu seiner Anwendung ergibt sich aus den Haushaltsordnungen des Bundes, der Länder, der Gemeinden oder aus den Vergabegesetzen der Länder.

Die Regelungen des Abschnitts 2 (VOB/A-EU) sind gemäß § 106 Absatz 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) für europaweite Vergaben öffentlicher Auftraggeber bei Bauaufträgen ab Erreichen der Schwellenwerte nach § 106 Absatz 2 Nummer 1 GWB anzuwenden. Sie werden durch eine entsprechende Verweisung in § 2 der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) verbindlich vorgeschrieben.

Stand 10/ 2016

VOF/ VOL sind in der VgV verankert für die Oberschwellenvergabe

Die VgV regelt die gesamte öffentliche Beschaffung oberhalb des EU-Schwellenwerts von derzeit 209.000,00 € netto und beinhaltet insbesondere die bisherige VOL/B und VOF.

Lediglich die VOB/A besteht als separate Vergabeordnung fort.

Die Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen wird in einem eigenständigen Abschnitt der VgV behandelt:

Abschnitt 6 „Besondere Vorschriften für die Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen“.

Ab 31.08.2016 liegt die „UVgO“ die Unterschwellenvergabeordnung im Entwurf vor.

Ziel ist es, die gesamte Unterschwellenvergabe in Liefer- und Dienstleistungen in den transparenten Wettbewerb zu stellen und dies im Rahmen der elektronischen Mittel und IKT- Medien durchzuführen.

Planungswettbewerb in der VgV

Der Planungswettbewerb erfährt eine Stärkung in der neuen VgV.

Es handelt sich dabei jedoch nicht um das festgelegte Regelverfahren.

Planungswettbewerbe sind in der Wahl der besten Lösung für die Planungsaufgabe empfohlen und gewährleisten als geeignetes Instrument Planungsqualität.

Konkret wird geregelt, dass der öffentliche Auftraggeber bei Aufgabenstellungen im Hoch-, Städte- und Brückenbau sowie in der Landschafts- und Freiraumplanung zu prüfen hat, ob ein Planungswettbewerb durchgeführt werden soll und dass die Entscheidung darüber zu dokumentieren ist, d. h. wenn vom Planungswettbewerb abgewichen wird, so erfordert dies eine Begründung

Stand 11/2016

Wie erfolgt die Schätzung des Auftragswertes in Verhandlungs -Verfahren gem VgV?

Die Schätzung des Auftragswertes, als Berechnung, ob der Auftrag über den Schwellenwert für eine öffentliche Vergabe liegt, erfolgt wie bisher getrennt nach den verschiedenen Fachdisziplinen!

Stand 08/ 2016

Formen der VOF Vergabeverfahren im VgV

Die Vergabeverordnung sieht zwei gleichberechtigte Vergabeverfahren vor: zum einen, das aus der VOF bekannte Verhandlungsverfahren, dem – und dies ist die dringende Empfehlung der VgV – ein Planungswettbewerb vorzuschalten ist.

Als neues Verfahren wurde der wettbewerbliche Dialog aufgenommen, der bisher zur Vergabe von Infrastrukturprojekten diente.

Für Architektenleistungen ist der wettbewerbliche Dialog voraussichtlich zu komplex und zeitaufwendig.

Geeignet kann das Verfahren für ausgewählte städtebauliche Fragestellungen sein, bei denen Lösungen in mehreren Stufen zu entwickeln sind.