Plattform für Ausschreibung und eVergabe

FAQ Antworten auf Ihre Fragen

Die häufigsten Fragen zu eVergabe und Ausschreibungen haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst. Sollte Ihre Frage nicht beantworten werden, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

eVergabe

Bis wann sind die EU Richtlinen 2014/24/EU, 2014/23/ EU sowie 2014/25/ EU zur e-Vergabe umzusetzen?

Die Standards der e-Vergabe mit Stand 18. April 2016 gem. EU RILI 2014/24/25 EU sind in Entsprechung der neuen Vorgaben des Vergaberechtsmodernisierungsgesetzes mit Stand 18. April 2016 ff. für alle oberschwelligen Vergaben umzusetzen.

Dies betrifft insbesondere die Bereitstellung der Vergabeunterlagen sowie die Bieterkommunikation ab 18. April 2016 ff.
 Im folgenden Schritt sind die Bieterkommunikation und Bereitstellung einer Möglichkeit zur digitalen Angebotsabgabe für die Bieter/Bewerber gemäß den erweiterten Vorgaben der e-Vergabe gem. EU RILI 2014/24/25 EU in Entsprechung der neuen Vorgaben des Vergaberechtsmodernisierungsgesetzes mit Stand 18. April 2017 ff. für zentrale Vergabestellen sowie für alle übrigen Vergabestellen zum 18.04.2018, in jedem Falle jedoch ab 18.10.2018 ff. für alle oberschwelligen Vergaben umzusetzen.

Dies betrifft insbesondere die Möglichkeit der Entgegennahme von digitalen Angeboten. Die e-Vergabeakte ist vollständig mit E-Government-Gesetz (EGovG) ab 2020 zu führen.

Stand 05/2018

Welche Rolle spielt aumass nach den EU Vergaberichtlinen 2014 / 23/ 24/ 25 ?

Mit dem webbasierten aumass e-Vergabe Online-Portal bietet die aumass GmbH & Co. KG die erforderliche elektronische Kommunikation IKT gem. Artikel 2 Abs. 19 und Art 22 der EU Richtlinie 24/2014 als Beschaffungsdienstleister entsprechend Artikel 2 Abs. 17 der EU Richtlinie 24/2014 zur e-Vergabe im Oberschwellenbereich sowie für nationale Ausschreibungen i. V. m. § 9 VgV § 10 VgV und § 11 VgV mit Stand 18.04.2016, insbesondere § 97 (5) VgV für Aufträge der Bauleistungen VOB/A, Lieferleistungen (ehem. VOL/A) sowie Dienstleistungen (ehem. VOF) zukünftig nach UVgO. Weiterhin auch die Verfahren nach SektVO gem. 25/2014 und KonzVgV.

Als „Dienstleister“ gem Art 2 Abs. 17 bieten wir die elektronische Verfügbarkeit und gesamte Bieterkommunikation gem. Art 53 der EU-Richtline 2014/23 24 und 25/EU.

Stand 05/2018

Müssen alle Vergabeverfahren elektronisch durchgeführt werden?

Verpflichtend ist nur die elektronische Abwicklung von solchen Auftragsvergaben, deren Wert die EU-Schwellenwerte erreicht oder überschreitet.

Für Auftragsvergaben unterhalb der Schwellenwerte sind elektronische Vergabeverfahren nicht verpflichtend. Ob sie auch hier eingesetzt werden sollen, entscheidet der Auftraggeber je nach Förderung und Verpflichtung.

Stand 05/2018

Warum müssen kommunale Auftraggeber elektronische Vergabeverfahren einführen?

Die Verpflichtung, elektronische Vergabeverfahren einzuführen, ergibt sich für alle öffentlichen Auftraggeber aus den neuen, zum 17. April 2014 in Kraft getretenen, europäischen Vergaberichtlinien. Der finale Abschluss der e-Vergabe ist im E-Government-Gesetz (EGovG) mit der Verpflichtung zum Führen und Dokumentieren einer digitalen eVergabeakte fixiert.

Stand 05/2018

Welche Schritte/Teile eines Vergabeverfahrens müssen zwingend elektronisch abgewickelt werden?

Die europäischen Vergaberichtlinien fordern, dass die gesamte Bieter-Kommunikation und der gesamte Informationsaustausch mit elektronischen Mitteln erfolgen müssen.

Dazu gehören insbesondere die elektronische Übermittlung von Bekanntmachungen und Teilnahmeanträgen, die elektronische Verfügbarkeit der Vergabeunterlagen, die elektronische Einreichung von Angeboten und die elektronische Zuschlagserteilung und Information der nichtberücksichtigten Bieter.

Hingegen ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Angebote auch elektronisch verarbeitet und bewertet werden.

Eine medienbruchfreie, vollständig elektronische Abwicklung von Vergabeverfahren wird nicht rechtlich vorgeschrieben werden. Ob dies jeweils eingeführt werden soll, entscheidet der Auftraggeber.

Stand 05/2018

Wird es eine einheitliche Vergabeplattform für öffentliche Auftraggeber geben?

Nein, es wird keine einheitliche Vergabeplattform für alle öffentlichen Auftraggeber geben.

Jeder Auftraggeber kann eine Vergabeplattform selbst wählen, unabhängig davon, ob es sich um einen geföderten und/oder privatrechtlichen Auftraggeber handelt, der öffentliche Förderungen erhält oder, ob es sich um einen öffentlich-rechtlichen Auftraggeber im Rahmen des Vergaberechts handelt. Dies ist abhängig davon, ob der Auftraggeber als Zentrale Beschaffungsstelle geführt wird.

Stand 05/2018

Welche Vergabeplattformen sind für kommunale und öffentlich geförderte Auftraggeber geeignet?

Grundsätzlich sind die privaten und staatlichen Plattformen für kommunale und geförderte Auftraggeber geeignet.

Es gibt ausreichend Anbieter auf dem Markt. Welches System die spezifischen Bedürfnisse des jeweiligen Auftraggebers am besten erfüllt und den bei ihm üblichen Workflow bestmöglich abbildet, kann nur er selbst entscheiden.

Dabei ist es unabdingbar, im Vorfeld die jeweiligen internen Organisationsabläufe zu analysieren.

Es kann für die Entscheidungsfindung hilfreich sein, in Frage kommende Systeme im Echtbetrieb zu betrachten, um ihre Eignung für den Einsatz beim jeweiligen Auftraggeber bewerten zu können.

Stand 05/2018

Verstößt die Forderung nach einer Registrierung des interessierten Unternehmens gegen die Vorgabe eines direkten und unmittelbaren Zugriffs?

Hierzu hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie folgendes mitgeteilt:

Hier ist zu unterscheiden zwischen „bloßen“ Interessenten an den Ausschreibungsunterlagen und „aktiven“ Bewerbern oder Bietern, die einen Teilnahmeantrag oder ein Angebot abgeben möchten oder bereits abgegeben haben.

1 – Das bloße Herunterladen der Ausschreibungsunterlagen muss für jedermann direkt und unmittelbar – d. h. ohne vorherige Registrierung – möglich sein.

2 – Um die elektronische Kommunikation in diesem Stadium zu erleichtern, könnte den Interessenten bereits durch eine voreingestellte Opt-out-Funktion angeboten werden, einen Benutzernamen und eine gültige E-Mailadresse anzugeben. Diese Option könnte durch einen Hinweis auf die Vorteile, die mit der Angabe dieser Daten verbunden sind, ergänzt werden (zum Beispiel Informationsfluss bei Änderung der Unterlagen, Beantwortung von Rückfragen).

3 – Spätestens, wenn sie eine Frage zum Vergabeverfahren haben, müssen Interessenten, die sich zwar die Ausschreibungsunterlagen heruntergeladen, jedoch (noch) keinen Teilnahmeantrag bzw. kein Angebot abgegeben haben, ihre Kontaktdaten angeben.

4 – Unternehmen, die einen Teilnahmeantrag einreichen oder ein Angebot abgeben, müssen zur Angabe ihrer Kontaktdaten aufgefordert werden.

Hier unterscheidet sich das mithilfe von IKT durchgeführte Vergabeverfahren nicht vom papierbasierten Verfahren.

Nur kann als Bieter im Vergabeverfahren auftreten, wer seinen Teilnahmeantrag bzw. sein Angebot mit Angaben zu dem sich bewerbenden oder bietenden Unternehmen sowie zu den verantwortlichen Mitarbeitern versieht.

Einzelheiten werden in den weiteren Verordnungen des Bundes geregelt werden.

Stand 05/2018

Können die Anbieter von Vergabeplattformen von den beteiligten Unternehmen für die elektronische Abwicklung von EU-weiten Vergabeverfahren ein Entgelt verlangen?

Der Zugang zu den Vergabeunterlagen in EU-weiten Verfahren darf nicht mit Kosten verbunden sein. Weitere Aussagen treffen die europäischen Vergaberichtlinien Stand 11/2016 nicht.

Dies fordert jedoch nicht, dass öffentliche Auftraggeber grundsätzlich ihre Zugangsinstrumente und Dienstleistungen unentgeltlich zur Verfügung stellen müssen, und schließen Entgelte für sogenannte redaktionelle Mehrwertdienste für Bieter durch Anbieter der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) nicht aus.

Grundsätzlich steht jedoch allen Bietern ein hundertprozentig kostenfreier Zugang zur Verfügung. Dies schließt auch die Möglichkeit ein, gebührenfrei digitale/elektronische Angebote in Textform nach § 126 (b) BGB zu den jeweiligen Ausschreibungen hochzuladen.

Stand 05/2018