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Transparency International: Korruptions-Wahrnehmungsindex 2016 veröffentlicht

Die internationale Anti-Korruptionsorganisation Transparency International hat ihren Korruptionswahrnehmungsindex 2016*) am 25.01.2017 veröffentlicht.
Der nunmehr 22. Index umfasst mit 176 Ländern und Territorien acht Länder mehr als 2015 und misst den wahrgenommenen Grad von Korruption in Wirtschaft, Verwaltung und Politik eines Landes.

Der Korruptionswahrnehmungsindex wird auf einer Skala von 0 Punkten (als sehr korrupt wahrgenommen) bis 100 Punkte (als sehr integer wahrgenommen) dargestellt. Dänemark hat sich um 1 Punkt gegenüber 2015 verschlechtert, führt aber immer noch mit 90 Punkten und gleichauf mit Neuseeland das Ranking an. Finnland hat einen Punkt gegenüber dem Vorjahr verloren und belegt nun Platz 2 mit 89 Punkten, gefolgt von Schweden (88 Punkte) und der Schweiz (86 Punkte). Norwegen belegt mit 85 Punkten den nachfolgenden Rang 6.

Positiv bewertet Transparency International die Entwicklungen in Georgien und im Senegal. Die Werte beider Länder lassen erkennen, dass institutionelle Reformen in den letzten Jahren zu einer positiveren Wahrnehmung beigetragen haben. Generelle Gründe für eine hohe Punktzahl sind laut Transparency International starke Institutionen im Bereich offene Regierungsführung, Pressefreiheit, Bürgerrechte und unabhängige Justizsysteme.

Die Schlusslichtposition der als am korruptivsten wahrgenommenen Länder belegt wie bereits in den vergangenen Jahren Somalia mit nur 10 Punkten. Dicht davor steht Südsudan mit 11 Punkten, gefolgt von Nordkorea mit 12 Punkten.

Schlecht entwickelt haben sich laut Transparency International im Vergleich zum Vorjahr Katar (minus 10 Punkte), Bahrain und Kuwait (je minus 8 Punkte). Generelle Gründe für eine niedrige Punktzahl sind laut Transparency International mangelnde Strafverfolgung bei Korruption, schlechte Regierungsführung und schwache Institutionen.

Deutschland liegt weiterhin mit einem Punktwert von 81 Punkten auf dem 10. Platz und teilt sich diesen wie im Vorjahr mit Luxemburg und Großbritannien.

Quelle: Forum Vergabe e.V.; Monatsinfo 02/2017